Photovoltaik mit oder ohne Speicher: Kosten 2026 im Vergleich
Was eine 6-kWp-Anlage ohne Speicher, mit 5 kWh und mit 10 kWh kostet, warum 0 % MwSt. gilt und für wen sich der Batteriespeicher rechnet.
Eine Photovoltaikanlage mit 6 kWp auf dem Ziegeldach eines Einfamilienhauses kostet ohne Speicher typisch 8.000 €, mit einem 4,8-kWh-Batteriespeicher 9.350 € und mit dreiphasigem Wechselrichter und 9,6-kWh-Speicher 11.000 €. Das sind Komplettpreise mit Gerüst, Montage und Anschluss, und zwar ohne Mehrwertsteuer: Auf Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden fallen 0 % MwSt. an, der Speicher eingeschlossen. Ob sich der Speicher lohnt, hängt weniger vom Preis ab als davon, wann Sie Strom verbrauchen.
Die drei Varianten im Überblick
| Variante | Speicher | Wechselrichter | Typische Kosten | Übliche Spanne |
|---|---|---|---|---|
| Ohne Speicher | keiner | einphasiger String-Wechselrichter | 8.000 € | 6.250 € – 10.400 € |
| Mit Speicher | 5 kWh Lithium | einphasiger Hybridwechselrichter | 9.350 € | 7.300 € – 12.200 € |
| Großer Speicher | 10 kWh Lithium | dreiphasiger Hybridwechselrichter | 11.000 € | 8.550 € – 14.300 € |
Alle drei Varianten haben dieselben Module: monokristalline 450-Wp-Module im Black-Design auf einem Aluminium-Schienensystem mit Dachhaken. Der Preisunterschied entsteht allein durch Wechselrichter und Batterie. Den Aufpreis für den Speicher sehen Sie also direkt als Differenz zwischen der ersten und der zweiten Zeile.
Was in allen Preisen enthalten ist
- Gerüst, Auf- und Abbau
- Module passend zu 6 kWp, Unterkonstruktion mit Dachhaken für geneigte Ziegeldächer
- Wechselrichter mit DC-Schutz, Generatoranschlusskasten für zwei Strings
- Solarkabel im Schutzrohr vom Dach zum Wechselrichter, AC-Anschluss mit eigener Sicherung im Zählerschrank
- WLAN-Energiezähler für Erzeugung und Verbrauch
- zwei dauerhafte Sicherheitsdachhaken für spätere Wartung
- Montage, Anschluss und Inbetriebnahme
Nicht enthalten sind ein neuer Zählerschrank, falls der alte keinen Platz hat, Reparaturen am Dach unter der Anlage, Gebühren des Netzbetreibers und ein eventueller Zählertausch. Unsere Preise berechnen wir aus Arbeitsstunden mal regionalen Stundensätzen plus Material und gleichen sie mit Marktpreisen und echten Angeboten ab.
0 % Mehrwertsteuer: was das bedeutet
Für Photovoltaikanlagen bis 30 kWp auf Wohngebäuden berechnet der Installateur keine Mehrwertsteuer, auch nicht auf den Batteriespeicher. Unsere Solar-Preise sind deshalb Endpreise mit 0 % MwSt., während wir bei allen anderen Projekten mit 19 % rechnen. Wenn ein Angebot für eine PV-Anlage auf Ihrem Einfamilienhaus Mehrwertsteuer ausweist, fragen Sie nach.
Wann sich der Speicher lohnt
Eine PV-Anlage produziert mittags am meisten, der Haushalt verbraucht morgens und abends am meisten. Ohne Speicher fließt der Überschuss ins Netz, und abends kaufen Sie Strom zu. Der Speicher verschiebt einen Teil des Mittagsstroms in den Abend. Ob sich das rechnet, hängt vom Abstand zwischen Ihrem Strompreis und der Vergütung für eingespeisten Strom ab und davon, wie viel Sie tatsächlich verschieben können.
Eher mit Speicher:
- Das Haus ist tagsüber leer, der Verbrauch fällt abends an.
- Sie haben eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto, das abends oder nachts lädt.
- Ihr Jahresverbrauch ist hoch im Verhältnis zur Anlagengröße.
Eher ohne Speicher:
- Jemand ist tagsüber zu Hause, Waschmaschine, Spülmaschine und Homeoffice laufen mittags.
- Der Verbrauch ist niedrig, die Anlage groß: Der Speicher wäre dann an vielen Tagen schon voll oder im Winter leer.
- Das Budget ist knapp. Dann ist es oft sinnvoller, das Dach voll zu belegen und den Speicher später nachzurüsten.
Die richtige Speichergröße
Der Speicher sollte zu Ihrem abendlichen und nächtlichen Verbrauch passen, nicht zur Größe der Anlage. Ein Speicher, der jeden Abend nur zur Hälfte geleert wird, hat Geld gekostet, das nicht arbeitet. Die 5 kWh unserer mittleren Variante sind eine gängige Größe für ein Einfamilienhaus ohne Wärmepumpe und E-Auto. Die 10 kWh der gehobenen Variante sind für Haushalte mit Wärmepumpe, E-Auto oder großer Familie gedacht und setzen einen dreiphasigen Hausanschluss voraus, der in unserem Preis als vorhanden angenommen wird.
Später nachrüsten
Wer jetzt ohne Speicher baut, aber später einen will, kann gleich einen Hybridwechselrichter einbauen lassen, an den eine Batterie später angeschlossen wird. Das kostet heute etwas mehr, spart aber später einen zweiten Wechselrichter oder ein separates Batteriesystem. Fragen Sie Ihren Installateur, welche Speicher mit dem vorgesehenen Wechselrichter kompatibel sind.
Worauf Sie beim Angebot achten
- Gleiche Leistung vergleichen. kWp, Modultyp, Wechselrichter und Speicherkapazität sollten in allen Angeboten gleich sein, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
- Gerüst und Zählerschrank. Beides ist oft der Grund für große Preisunterschiede. Klären Sie, ob das Gerüst enthalten ist und ob der Zählerschrank erneuert werden muss.
- Dachzustand. Steht die Dachsanierung in wenigen Jahren an, machen Sie sie vor der PV-Montage.
- Fachbetrieb. Der Anschluss an die Elektroanlage darf nur durch einen eingetragenen Fachbetrieb erfolgen.
Ob Ihr Angebot im üblichen Rahmen liegt, prüfen Sie mit unserem Werkzeug „Ist mein Angebot fair?". Alle Details zu Leistungen, Dachformen und Anlagengrößen finden Sie im Kostenratgeber Photovoltaik.