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Daten

Arbeitsplatte: Kosten nach Material und was die Küche ausmacht

Schichtstoff, Holz, Quarz, Granit, Marmor, Keramik oder Edelstahl: wie die Arbeitsplatte den Küchenpreis verändert und wie viel die Schränke ausmachen.

Eine neue Küche mit 4,5 m Unterschränken kostet ohne Elektrogeräte in mittlerer Ausstattung mit Quarzkomposit-Arbeitsplatte typisch 8.950 €. Mit einer Schichtstoffplatte sind es 7.800 €, mit Granit 9.050 €. Das sind Komplettpreise inklusive 19 % MwSt. mit Schränken, Montage, Anschlüssen und Fliesenspiegel. Die Arbeitsplatte verschiebt den Preis spürbar, die Schränke aber noch mehr: Zwischen Einstiegs- und Premiumküche liegt bei gleicher Quarzplatte der Unterschied von 7.600 € zu 11.300 €.

Arbeitsplatten im Vergleich

Material Typisch Übliche Spanne Lebensdauer
Schichtstoff 7.800 € 6.100 € – 10.100 € –
Massivholz 8.100 € 6.300 € – 10.500 € –
Quarzkomposit 8.950 € 7.000 € – 11.700 € –
Granit 9.050 € 7.100 € – 11.800 € –
Edelstahl 9.150 € 7.100 € – 11.900 € –
Keramik 9.400 € 7.300 € – 12.200 € –
Marmor 9.900 € 7.700 € – 12.900 € –

Alle Zeilen beschreiben dieselbe Küche: L-Form in einem Raum von etwa 10 m², Markenschränke der Mittelklasse mit Softclose, Spüle und Geräte bleiben an ihrem Platz. Nur die Arbeitsplatte wechselt. Wir berechnen die Preise aus Arbeitsstunden mal regionalen Stundensätzen plus Material und gleichen sie mit Marktpreisen und echten Angeboten ab. Im Kostenratgeber Neue Küche können Sie Länge und Region anpassen.

Schichtstoff: günstig und robust genug

Die Schichtstoffplatte ist eine Spanplatte mit Kunststoffbeschichtung. Sie ist günstig, in vielen Dekoren zu haben und im Alltag ausreichend robust. Schwachstellen sind Kanten und Ausschnitte: Dringt dort Wasser ein, quillt der Träger auf. Heiße Töpfe sollten Sie nicht direkt abstellen.

Massivholz: warm, aber mit Pflege

Eine Arbeitsplatte aus Massivholz wirkt warm und lässt sich abschleifen, wenn sie Kratzer hat. Sie muss regelmäßig geölt werden, besonders rund um die Spüle. Wer das nicht möchte, sollte zu einem anderen Material greifen.

Quarzkomposit: der Standard

Quarzkomposit besteht überwiegend aus Quarz, gebunden mit Harz. Die Platte ist porenfrei, fleckenunempfindlich und muss nicht versiegelt werden. Deshalb ist sie in unserer mittleren Variante enthalten. Direkte Hitze verträgt sie schlechter als Naturstein, ein Untersetzer gehört dazu. Beim Zuschnitt entsteht Quarzstaub, deshalb gehört die Bearbeitung in die Werkstatt, nicht auf die Baustelle.

Granit und Marmor

Granit ist hart, hitzebeständig und kratzfest. Jede Platte ist ein Einzelstück, und je nach Sorte schwankt der Preis erheblich. Er sollte gelegentlich imprägniert werden. Marmor ist weicher und reagiert auf Säure: Zitronensaft, Essig oder Wein hinterlassen matte Flecken. Er ist eine Frage des Geschmacks, nicht der Praxis.

Keramik und Edelstahl

Keramikplatten sind dünn, hitzefest, kratzfest und unempfindlich gegen Flecken. Sie sind aber spröde an den Kanten und brauchen erfahrene Verarbeiter. Edelstahl ist hygienisch und hitzebeständig, zeigt aber jeden Kratzer und jeden Fingerabdruck. In Profiküchen ist er Standard, im Privathaushalt eher eine Stilfrage.

Die Schränke: der größere Hebel

Küchenmöbel Typischer Preis (mit Quarzplatte)
Einstiegsküche 7.600 €
Markenküche (Mittelklasse) 8.950 €
Premiumküche 11.300 €

Unter- und Hängeschränke sind der größte Posten jeder Küche. Die Unterschiede entstehen durch Korpusqualität, Fronten, Beschläge und die Frage, ob unten Auszüge oder Drehtüren eingebaut werden. Eine Einstiegsküche mit Drehtüren kann funktional ausreichen, wenn Sie wenig kochen. Wer viel kocht, merkt gute Auszüge jeden Tag.

Was in allen Preisen enthalten ist

  • Ab- und Ausbau der alten Küche samt Arbeitsplatte, Entsorgung
  • Anpassung der Wasser-, Abwasser- und Elektroanschlüsse am bestehenden Platz
  • Lieferung, Montage und Ausrichten der Schränke
  • Aufmaß, Zuschnitt und Einbau der Arbeitsplatte mit Spülenausschnitt
  • Spüle mit Armatur, Anschluss von Spüle und Spülmaschine
  • Anschluss von Kochfeld, Backofen und Dunstabzug
  • Fliesenspiegel und neuer Anstrich von Wänden und Decke

Nicht enthalten sind die Elektrogeräte, der Bodenbelag und Umbauten an Wänden, Fenstern oder Türen. Arbeiten an Gas- und Elektroanlagen dürfen nur eingetragene Fachbetriebe ausführen.

Wo Sie sinnvoll sparen

  • Platte und Schränke getrennt denken. Eine solide Einstiegsküche mit einer hochwertigen Arbeitsplatte wirkt oft besser als eine teure Küche mit einfacher Platte. Die Arbeitsplatte sieht und berührt man täglich.
  • Weniger Ausschnitte. Jeder zusätzliche Ausschnitt, jede Gehrung und jede Sonderkante kostet bei Stein und Keramik extra.
  • Grundriss beibehalten. Bleiben Spüle und Kochfeld am alten Platz, sparen Sie Installationsarbeit. Genau so ist unsere Rechnung aufgebaut.
  • Geräte separat kaufen. Vergleichen Sie das Küchenangebot immer ohne Geräte, dann sehen Sie, was Schränke und Platte wirklich kosten.

Steuern

Für die Montage können Sie 20 % der Arbeitskosten steuerlich geltend machen, maximal 1.200 € pro Jahr (§ 35a EStG). Das Material zählt nicht, lassen Sie Lohn und Material deshalb getrennt ausweisen.

Worauf Sie beim Angebot achten

  • Plattenstärke und Kanten genau benennen lassen.
  • Ausschnitte für Spüle und Kochfeld werden oft einzeln berechnet.
  • Aufmaß nach dem Stellen der Schränke vereinbaren, damit die Platte passt.

Ob Ihr Angebot im üblichen Rahmen liegt, prüfen Sie mit unserem Werkzeug „Ist mein Angebot fair?".

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